Soletta

Fazit zum 11. Antiracup 2017 in Soletta

Nachdem die letzten „Zigistümmel“ auf der zertrampelten Wiese aufgelesen und die Materialien wieder verstaut sind, möchten auch wir als Veranstalter*Innen eine erste Bilanz über den Jubiläums Antiracup vom vergangenen Wochenende ziehen.

Rund 100 freiwillige Helfer*Innen, welchen wir an dieser Stelle noch einmal einen grossen Dank aussprechen wollen, standen am 11. Antiracup Soletta im Einsatz. Anhand der ausgegebenen Essensportionen und verkauften Getränken gehen wir davon aus, dass über das Wochenende verteilt rund 800 bis 1000 Menschen jeglichen Alters den Anlass besucht haben. Zu Spitzenzeiten wurden rund 450 Besucher*Innen gezählt.

28 Teams nahmen am Fussballturnier teil, drei von ihnen bereits zum elften Mal. Dafür wurden sie mit einem Extrapreis ausgezeichnet. Die Spiele, welche am Samstag und Sonntag stattfanden, waren grösstenteils fair und freundschaftlich. So kam es auch zu keinen grösseren Vorfällen oder Verletzungen. Einige kleinere Blessuren konnten gleich vor Ort im Sanitätszelt behandelt werden. Als glückliche und verdiente Sieger ging das Team „Kick Borders“ vom Platz. Sie sind eine Gruppe junger Geflüchteter aus der Region, welche sich jeweils am Mittwoch zum gemeinsamen Training trifft.

Auch um die Trophäe für das beste Trikot und den besten Support abzuräumen, scheuten gewisse Teams keine Mühe, was zusätzlich für gute Stimmung auf und neben dem Feld sorgte.
Die Gewiner*Innen: „Tussi Fraktion“ (Best Trikot) und „Lakuzistan“ (Best Support).

Wie angekündigt stand bei der diesjährigen Jubiläumsausgabe neben dem Turnierbetrieb vor allem das ausgebaute Rahmenprogramm, welches fast ausschliesslich durch Kollekte finanziert wurde, im Vordergrund. Dies wurde von den vielen Besucher*Innen geschätzt und rege genutzt. Das Gourmetzelt, welches für das leibliche Wohl sorgte, stand unter dauernder Belagerung. Je nach Tageszeit standen verschiedene Leckereien im Angebot. Von Glaces, zu Thai Curry und kurdischen Leckereien über Mitternachtspommes und Crêpes bis zum gemeinsamen Abendessen – alles wurde vor Ort oder in der uns zur Verfügung gestellten Restaurantküche zubereitet. Die Besucher*Innen konnten sich bei den verschiedensten Ständen kulinarisch verwöhnen lassen. Auch die Helfer*Innen an der Bar hatten von früh bis spät alle Hände voll zu tun, die vielen Menschen mit dem eigens für den Antiracup gebrauten Jubiläumsbier und den anderen Getränken zu versorgen.

Auch für die ganz jungen Besucher*Innen wurde für ein gutes Programm gesorgt. Sogar zweimal kam der Kasperli persönlich im, extra für die Kinderecke aufgebauten, Tippi vorbei. Die Kinder konnten sich austoben und der Kasperli freute sich über das begeisterte Publikum.

Der politische Inhalt der Veranstaltung wurde durch mehrere Infostände von politischen Gruppen und Projekten untermauert. Neben dem Kampf gegen Rassismus und anderen Formen von Diskriminierung waren auch die Solidarität mit Kurdistan oder mit der, in der Schweiz inhaftierten, baskischen Aktivistin Nekane ein Thema.

Regen Absatz fanden auch die mit verschiedenen Logos bedruckten Taschen, Shirts und Pullover, mit welchen das Motto des Cups „Love Football – Hate Racism“ weiter in die Welt getragen werden kann.
Als einer der Höhepunkte des festlichen Teils waren sicherlich die Konzerte im Festzelt am Samstagabend zu werten. Bei bester Stimmung wurde trotz holprigem Terrain und müden Beinen getanzt und gefeiert. Dass am Sonntag um 11.00 Uhr wieder die ersten Spiele anstanden, rückte bei vielen in den Hintergrund. Dennoch waren die meisten am Morgen früh wach, um sich bei der sarkastischen Lesung und dem feinen Frühstück für die nächsten Spiele bereit zu machen.
All dies möglich gemacht hatten diese vielen Personen, welche sich im Rahmen des diesjährigen Antiracups engagierten und mitwirkten. Ein Zeichen von jungen Menschen, welche die Welt, in der sie leben und wahrnehmen, mitgestalten möchten.

Somit konnten wir das Jubiläum aus unserer Sicht als Veranstalter*Innen gebührend und unvergesslich feiern.