Der Antira-Cup

Geschichte
Die Idee von antirassistischen Fussballturnieren ist nicht neu. Seit mehreren Jahren findet in Bologna (Italien) die “Mondiali Antirazzisti” mit über 200 Teams aus aller Welt statt. Dieser Anlass diente vor rund drei Jahren als Input bzw. Motivation etwas Ähnliches in Solothurn aufzubauen.
Aus diesem Grund haben wir – ein Haufen zusammen gewürfelter Jugendlicher aus der Region Solothurn – den “Antira-Cup Soletta” ins Leben gerufen. Dieser konnte 2007 gleich bei der ersten Austragung in die Antifa-Kampagne “Die Dinge in Bewegung bringen” integriert werden. Mitlerweile fand in Solothurn schon 5 Mal der Antiracup statt.
Indes bildet der Urcup in Solothurn erstmals den Startpunkt zu einer kleinen Reihe antirassistischer Fussballturniere. Seit drei Jahren existiert der Antira-Cup auch in Luzern, seit 2 Jahren im Oberwallis. Weitere Städte/Regionen sind herzlich eingeladen, selber ein Turnier im Rahmen “LOVE FOOTBALL – HATE RACISM” auf die Beine zu stellen.

Was wir wollen
Mit der Durchführung der Antirassistischen Fussballturniere wollen wir auf kreative Art und Weise der Allgegenwärtigkeit von Rassismus in unserer Gesellschaft entgegenwirken. Denn: viel zu oft wird mit Rassismus Politik gemacht und versucht, fremdenfeindliches Gedankengut gesellschaftsfreundlich zu verankern – oftmals in latenter Hinsicht. Zudem werden gezielt sehr junge Leute von rechtsradikalen, faschistischen Gruppen umworben, um jene für ihre menschenverachtenden Ideen zu begeistern und orientierungslosen Jugendlichen einen verführerischen Akzeptanzraum zu bieten.

So wollen wir insbesondere Jugendliche auf das Thema aufmerksam machen bzw. sie dafür sensibilisieren. Ein Fussballturnier, bei welchem Spass und Austausch zwischen den verschiedenen TeilnehmerInnen im Vordergrund stehen, sehen wir als optimale Möglichkeit dazu.
Denn wir glauben, dass die rassistische Hetze und Stimmungsmache nicht nur unnötig ist, sondern sich darin eine ernsthafte Gefahr birgt, welcher aus unserer Sicht möglichst breit und lautstark entgegengewirkt werden muss.
Der Anlass ist selbstragend und nicht profitorientiert!

Fairplay
Das System, keine Schiedsrichter_innen aufzustellen, hat sich in den letzten 6 Jahren bewährt.
Denn: anstelle von Schiedsrichter_innen soll der gegenseitige Respekt und statt rivalisierender Ehrgeiz ein faires Miteinander den gemeinsamen Tag bestimmen. Der Austausch und Spass zum Thema Rassismus steht klar im Vordergrund, die sportlichen Ambitionen sind zweitrangig.

Deshalb fordern wir alle Teilnehmer_innen auf, diese Aufforderungen zu beachten und allfällige Übereifrige auch darauf aufmerksam zu machen. Vielen Dank!

Hintergrundinformationen
Nachfolgend können diverse Dokumente zum Thema Rassismus herunter geladen werden:

Rassismus im Stadion – ein Text, der in der Broschüre zur Antifa-Kampagne “Die Dinge in Bewegung bringen” aus dem Jahr 2007 erschienen ist.

LOVE FOOTBALL – HATE FIFA – eine Stellungnahme der AG Antira-Cup Soletta zur WM 2010 in Südafrika
Weitere Hintergrundtexte folgen!